Montag, 14. Februar 2022

Georg Mannheimer: Das fremde Gesicht / Lied der Überfahrt II

 



Georg Mannheimer, aus: Lieder eines Juden, Druck und Verlag Neumann & Co, Prag-Karlin 1937

Georg Mannheimer, geboren am 10. Mai 1887 in Wien, studierte Rechtswissenschaften und promovierte. Er übersiedelte nach Prag, das 1918 Hauptstadt der Tschechoslowakei wurde, und war dort als Journalist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften tätig. In der Tageszeitung Bohemia war er für die politische Berichterstattung aus dem Parlament der Tschechoslowakischen Republik zuständig. Als Gerichtsreporter schloss er Freundschaft mit dem für das Konkurrenzblatt Prager Tagblatt schreibenden Ernst Feigl. Als nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten im Deutschen Reich 1933 der nationalsozialistische Einfluss auf diese Zeitung größer zu werden drohte, gründete Mannheimer die Zeitschrift Die Wahrheit, in der er ohne politische Rücksichtnahme einen publizistischen Kampf gegen den Faschismus in Europa führte. In Deutschland kamen seine Schriften auf die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums. Im September 1940 wurde Mannheimer verhaftet und in das KZ Dachau deportiert, wo er am 22. April 1942 an der Todesursache "Entkräftung" starb, was die Misshandlungen bürokratisch umschreibt. (Wiki)

Das Bild ist von Ephraim Moses Lilien (1874  -  1925), Illustration zu „Lieder des Ghetto“ (1902)

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