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Mittwoch, 13. März 2024

Arthur Silbergleit, aus: Die Magd

 



In paradiesische Gärten blühe, Maria, hinein,
Lausch' deinen Liedergefährten, Bronnen im Frühmondenschein,
Höre den Nachttau vertropfen, heimlich lobpreisend den Hang,
Herz, mit melodischem Klopfen stimm' in den heiligen Gesang!

Wenn von dem Efeu der Wände, die um dich Wälder gespannt,
Hallt deines Lebens Legende, orgelnd ins Echo gebannt,
Schwingt sie die Harfe der Träume reicher im Laubgewölk aus,
Rauschen prophetische Bäume sie um dein blauendes Haus.

Küßt dich in Zephyrs Gezeiten zärtlich der Zauberer Schlaf,
Führt von verwehenden Welten segnend ein Fittich-Seraph
Über verdämmernde Hänge dich in der Götter Gemach,
Jauchz' seine Schwingengesänge selig im Himmelswind nach.

Arthur Silbergleit, aus: Die Magd - Eine Marienlegende, Eigenbrödler – Verlag, Berlin 1919

Arthur Silbergleit, geboren am 26. Mai 1881 in Gleiwitz in Oberschlesien; wurde am 13. März 1943 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo er noch im gleichen Monat starb.

"Silbergleit ist ein Dichter, der am Webstuhl der Natur sitzt, in dem Göttliches noch ursprünglich wirkt. Er kommt vom Religiösen her, alles in ihm, an ihm ist stark und tief von Gläubigkeit durchglüht. In seinen Werken verknüpfen sich Stoff und Idee, Welt und Geist, verbinden sich Wissenschaft und Dichtung. Arthur Silbergleit kann selbst in seinen weltlichen Werken nicht verleugnen, daß er ein Sproß seiner Litauischen Ahnen ist, die als Priester in den Zelten Israels heimisch waren."

Max Tau (1897 - 1976), deutsch-norwegischer Schriftsteller.

"Die Benennung Sänger trifft auf Silbergleit vorzüglich zu, auf die Geschmeidigkeit und Beherrschung des Reims, auf die innere Regentschaft über Klang und Reim, auf die sorgfältige Vokalisierung, auf den bel canto, der jede lyrische Empfindung begleitet."

Max Hochdorf (1880 - 1948)

Sonntag, 26. November 2023

Joseph von Eichendorff: Die blaue Blume / Mir träumt´. . ., Arthur Silbergleit: Eichendorff

 



Die blaue Blume

Ich suche die blaue Blume,
Ich suche und finde sie nie,
Mir träumt, dass in der Blume
Mein gutes Glück mir blüh.

Ich wandre mit meiner Harfe
Durch Länder, Städt und Au'n,
Ob nirgends in der Runde
Die blaue Blume zu schaun.

Ich wandre schon seit lange,
Hab lang gehofft, vertraut,
Doch ach, noch nirgends hab ich
Die blaue Blum geschaut.


Mir träumt´. . .


Mit träumt` ich ruhte wieder
Vor meines Vaters Haus
Und schaute fröhlich nieder
Ins alte Tal hinaus,

Die Luft mit linden Spielen
Ging durch das Frühlingslaub,
Und Blütenflocken fielen
Mit über Brust und Haupt.

Als ich erwacht, da schimmert
Der Mond am Waldesrand,
Im falben Scheine flimmert
Um mich ein fremdes Land,

Und wie ich ringsher sehe:
Die Flocken waren Eis,
Die Gegend war von Schnee,
Mein Haar vom Alter weiß.

Joseph von Eichendorff, geboren am 10. März 1788 auf Schloss Lubowitz bei Ratibor, Oberschlesien; gestorben am 26. November 1857 in Neisse, Oberschlesien.

„Eichendorff ist kein Dichter der Heimat, sondern des Heimwehs, nicht des erfüllten Augenblicks, sondern der Sehnsucht, nicht des Ankommens, sondern der Abfahrt“, Rüdiger Safranski, aus: Romantik. Eine deutsche Affäre. Fischer, München 2007


Eichendorff

Die traumtief schlafenden Wälder,
Vom Köhlervolk bewohnt,
Des Posthorns Märchenmelder,
Der uralt weise Mond,

Die Wolken, Wallfahrtsfrauen,
Ein Uhu auf schwarzem Schloß,
Ruinen im Abendgrauen,
Ein Kind, ein Elfensproß,

Waldbäche, die Sagen lallen,
Ein Fels, von Echsen umhuscht,
Glücktrunkene Nachtigallen,
Ein Mühlrad, schilfumbuscht,

Aufzitternde Winde und Moose,
Ein Reh an Franziskus Hand,
Der Hauchtraum einer Rose,
Novizen im Engelsgewand,

Kapellen, Kirchen und Klöster,
Ein Mönch vor Madonnas Bild,
Das Lächeln selig Erlöster,
Die Vaters Born gestillt,

Lenzstimmen längst verklungen,
Der Bienen Prozession
Nahn mit Erinnerungen
Bei deines Namens Ton.

Arthur Silbergleit, aus: Aurora – Ein romantischer Almanach, Jahresgabe der deutschen Eichendorff-Stiftung, Verlag „Der Oberschlesier“, Oppeln 1934

Arthur Silbergleit, geboren am 26. Mai 1881 in Gleiwitz in Oberschlesien; wurde am 13. März 1943 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo er noch im gleichen Monat starb.

Dienstag, 14. März 2023

Arthur Silbergleit: Einmal war ich Stern. . . / Heimats-Sehnsucht / Heimkehr

 



Einmal war ich Stern. . .

Einmal war ich Stern. Jäh stürzte ich
Zum tiefsten Flutengrunde hin.
Die Wellen überborden mich,
Dieweil ich überzählig bin.

Doch wenn auch ausgeschäumt mein Ich
Auf allen Meereswogen ist:
Zuweilen singen Muscheln mich,
Daß mich das Dunkel nicht vergißt.

Arthur Silbergleit, aus: Der ewige Tag. Gedichte. Hrsg. von der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Levy, Berlin, 1935. Auch: Heinz Piontek: Poesiealbum 326, Märkischer Verlag Wilhelmshorst, 2016

Arthur Silbergleit, geboren am 26. Mai 1881 in Gleiwitz in Oberschlesien; wurde am 13. März 1943 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo er noch im gleichen Monat starb. Sein Freund Erwin Magnus führte ihn im Verein Breslauer Dichterschule ein, wo er durch Paul Barsch, Marie Muthreich und Paul Keller gefördert wurde. In diesem Kreis wurde Silbergleit 1905 mit Walter Meckauer bekannt, später mit Paul Mühsam, die beide der Breslauer Dichterschule angehörten.

„Silbergleit ist ein Dichter, der am Webstuhl der Natur sitzt, in dem Göttliches noch ursprünglich wirkt. Er kommt vom Religiösen her, alles in ihm, an ihm ist stark und tief von Gläubigkeit durchglüht. In seinen Werken verknüpfen sich Stoff und Idee, Welt und Geist, verbinden sich Wissenschaft und Dichtung. Arthur Silbergleit kann selbst in seinen weltlichen Werken nicht verleugnen, daß er ein Sproß seiner Litauischen Ahnen ist, die als Priester in den Zelten Israels heimisch waren.“ Max Tau (1897 - 1976), deutsch-norwegischer Schriftsteller.

„Die Benennung Sänger trifft auf Silbergleit vorzüglich zu, auf die Geschmeidigkeit und Beherrschung des Reims, auf die innere Regentschaft über Klang und Reim, auf die sorgfältige Vokalisierung, auf den bel canto, der jede lyrische Empfindung begleitet.“Max Hochdorf (1880 – 1948)


Heimats  -  Sehnsucht

Mich fasst ein Sehnen nach der Heimat,
Wo wild des Jordans Wasser rauscht
Und wo ein wegematter Wand´rer
Ergriffen einer Harfe lauscht

Dem Schmerz- und Witwensange Zions,
Der Königin des Weltenthrons, . . .
Mich fasst ein Sehnen nach dem Jordan
Und nach den Cedern Libanons.

Aus: Ost und West, Heft 12, Dezember 1901


Heimkehr

Zieh´n wird ein wunderbares Schiff -
Denn Lilien reiner leuchten seine Segel.
Bei seinem Nahen sinkt ein jedes Riff,
Und um den Mast hin schweben Friedensvögel,
Verträumte Kinder eines Feierland´s,
Die leise nur mit ihren Flügel schlagen,
Weil bleiche Mädchen, sanft im Mondenglanz,
Hinrudernd auf der weißen Wellen Tanz,
Den Ahasver zu Blumenufern tragen.

Aus: Die Welt - Zentralorgan der zionistischen Bewegung, Jg. 7 (10. 4. 1903)

Bild: Unknown – National Library of Israel, Schwadron collection.

Donnerstag, 26. Januar 2023

Arthur Silbergleit: Page zur Prinzessin

 


Page zur Prinzessin

I.


Ich möchte gern als Spange an dir liegen,
Ich zitterte an dir in Zärtlichkeit,
Ich möchte mich als Gürtel an dich schmiegen
Und gern umklammern dein geliebtes Kleid.

Ich trüge bei zu deinen reinsten Siegen,
Daß du die Strahlendste im Schönheitsstreit,
Mit meiner Farben Regenbogenlügen
Weckt' ich der Pfauen und der Falter Neid.

Entsprühe einen deiner Blitze, Blicke,
Daß er aus mir sich leuchtend niederläßt:
Als Spiegel deiner schimmernden Geschicke
Glänzt Tag und Nacht mir wie ein großes Fest.

II.

Ich will dir in der tiefsten Demut dienen
Und deine Hände küssen andachtsvoll
Und mit der Süße weicher Violinen
Dir bringen meiner Lieder zarten Zoll.

Und deines Haares ährenblondem Segen
Und deines Blicks Zyanenblau mich weihn
Und mit dem Fiedelbogen oder Degen
Will ich der Hüter deines Herzens sein.

Bist du vielleicht dem Geiger mehr gewogen?
Deucht dir der Kämpfer eher liebenswert?
Ersing' ich dich mit meinem Fiedelbogen?
Erring' ich dich mit meinem schlanken Schwert?

Ich möchte deinen Stolz auf Tönen tragen,
Doch wenn du über deinen Diener lachst,
Will ich so Funken aus dem Degen schlagen,
Daß du ein Feuer in dir selbst entfachst.

III.

Zuweilen nenne ich dich Beatrice,
Zuweilen Sankta, weil du heilig scheinst.
Kling auf, du Name, der du alle Süße
Und aller Welten Seligkeit vereinst!

Ich brütete durch manche braunen Nächte:
Malt nie ein Name dich in Gnaden groß?
Wenn ich dir nun ein reifes Brautlied brächte,
In seiner Süße wär' es namenlos.

IV.

Ich bin dein Diener, denn ich bin dein Dichter,
In meinen klaren Versen fang' ich dich.
Und alle Spiegel, Spangen, Ampeln, Lichter,
Und alle Kerzen, sie beneiden mich.

Du bist so strahlend in mich eingegangen,
Dass deine Seele rein aus meiner sieht.
Nicht funkelnder kann dich ein Spiegel fangen
Als ich in meinem hellen, lichten Lied.

Arthur Silbergleit, geboren am 26. Mai 1881 in Gleiwitz in Oberschlesien; wurde am 13. März 1943 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo er noch im gleichen Monat starb.

"Silbergleit ist ein Dichter, der am Webstuhl der Natur sitzt, in dem Göttliches noch ursprünglich wirkt. Er kommt vom Religiösen her, alles in ihm, an ihm ist stark und tief von Gläubigkeit durchglüht. In seinen Werken verknüpfen sich Stoff und Idee, Welt und Geist, verbinden sich Wissenschaft und Dichtung. Arthur Silbergleit kann selbst in seinen weltlichen Werken nicht verleugnen, daß er ein Sproß seiner Litauischen Ahnen ist, die als Priester in den Zelten Israels heimisch waren."

Max Tau (1897 - 1976), deutsch-norwegischer Schriftsteller.

"Die Benennung Sänger trifft auf Silbergleit vorzüglich zu, auf die Geschmeidigkeit und Beherrschung des Reims, auf die innere Regentschaft über Klang und Reim, auf die sorgfältige Vokalisierung, auf den bel canto, der jede lyrische Empfindung begleitet."

Max Hochdorf (1880 - 1948)

Das Bild ist von Virginia Frances Sterrett (1900 - 1931) 

Samstag, 29. Januar 2022

Arthur Silbergleit: Das Lied

 


Arthur Silbergleit, aus: Die Aktion Nr. 8. 10. April 1911

Arthur Silbergleit, geboren am 26. Mai 1881 in Gleiwitz in Oberschlesien; wurde am 13. März 1943 in das  Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo er noch im gleichen Monat starb. 

 "Silbergleit ist ein Dichter, der am Webstuhl der Natur sitzt, in dem Göttliches noch ursprünglich wirkt. Er kommt vom Religiösen her, alles in ihm, an ihm ist stark und tief von Gläubigkeit durchglüht. In seinen Werken verknüpfen sich Stoff und Idee, Welt und Geist, verbinden sich Wissenschaft und Dichtung. Arthur Silbergleit kann selbst in seinen weltlichen Werken nicht verleugnen, daß er ein Sproß seiner Litauischen Ahnen ist, die als Priester in den Zelten Israels heimisch waren."

 Max Tau (1897 - 1976), deutsch-norwegischer Schriftsteller.

Das Bild ist von der im Februar 2017 verstorbenen Fredelsloher Künstlerin Andrea Rausch, welche mir zu ihren Lebzeiten erlaubte, ihre Bilder in meinem Blog zu verwenden¸mit freundlicher Genehmigung der Hedi Kupfer Stiftung Fredelsloh als Nachlassverwalterin.

 

Freitag, 5. Juli 2019

Frieda Mehler: Wenn aller Welten Not. . . / Kleiner Friedhof im Osten



Wenn aller Welten Not

und Elend
Sich in mir aufbäumt,
Aufschreit in mir,
Und doch den Schall auffängt und nicht zum
Worte werden läßt.
Denn Worte sind begrenzt,
Und unbegrenzt ist, was sie künden sollen.
Wenn alle Last der Welt mich wuchtend niederdrückt,
Daß ich erliege und mich doch nicht beuge,
Denn meines Lebens Willen
Ist stärker als der Druck.
Und ich erkenne, daß ich trotz alledem
Unsterblich, ewig meines Weges gehe,
Weil ich nicht bin, was heut‘ und gestern war
Und morgen nicht mehr sein wird,
Dann fühle ich die Gottheit, die mich trägt,
Denn Sinn des Seins im Nichtsein selbst noch mächtig,
Und ich ertrage diese Welt, weil ich sie trage.

Aus: Wir. Gedichte. Berlin, Levy, 1937


Kleiner Friedhof im Osten

Ein Grab verfällt in fremden Land,
Der Hügel eingesunken, schief das Gitter.
Wo sind sie, die die Toten einst gekannt?
Vergessen und verschollen sein ist bitter.
Die Enkel leben hier und dort verstreut,
Sie haben für sich selbst so viel zu denken,
Wer hat wohl jetzt für ein Erinnern Zeit
Und Muße, eine Träne ihr zu schenken?
Ein Grab verfällt in einem fremden Land,
Die Letzten, die es kannten, sind begraben,
Und wer die Tafel liest in späten Tagen,
Dem sagt sie nichts. Er hat sie nicht gekannt,
Die einst ihr Leben und ihr Blut ihm gaben,
Und niemand wird nach ihrem Schicksal fragen.

Aus: Posener Heimatblätter, Jg. 10, Nr 7 (März 1936), S. 39

Frieda Mehler, geboren am 20. Mai 1871 in Halberstadt; ermordet am 5. Juli 1943 in Sobibor.

„Zu herzlichen Glückwünschen und Geburtstagsgrüßen scharen sich daher am 20. Mai viele große und kleine Kinder, die Märchengestalten ihrer Chanukahsagen, echt deutsche Feen und magische aus Phantasieländern, Luftgeister in wundersamer Schwebe zwischen Orient und Occident, Rehe aus den Heimatwäldern der Dichterin und die biblischen Herden, deren Urenkel noch heute am Kamelhang weiden, sowie unter zahlreichen Freunden aus Vergangenheit und Gegenwart auch als alter Märchenfreund.“

Auszug aus der Würdigung zu Mehlers 65. Geburtstag von Arthur Silbergleit

Das Bild ist von der 2017 verstorbenen Fredelsloher Künstlerin Andrea Rausch.

Mittwoch, 13. März 2019

Arthur Silbergleit: Heimweh / Hiob



Heimweh

Manchmal schluchzt eine Weise
Beim hellen Kerzenschein,
Dann schleicht das Heimweh leise
Tief in das Herz hinein. . .

Das Wachs tropft von den Kerzen,
Und Glanz erlischt und Glück,
Und nur im tiefsten Herzen
Bleibt still das Weh zurück. . .

Hiob

Ich bin zu gläubig in die Welt gegangen,
Zu tief enttäuscht aus ihr zurück gekehrt.
Aus allen Qualen trieb mich Heimverlangen:
Herr, mach mich wieder Deiner Nähe wert!

Jahrzehnte wie in einem Turm gefangen
Blieb ich in mir, und keines Blitzes Schwert
Und kein Vulkan ließ mich erschüttert bagnen.
O Herr, zu streng hast Du mich Leid gelehrt!

Elias Wagen wurde mein Gefährt,
Von Purpurgluten, meinem Blut verklärt.
In seinen Feuern lohten alle Flammen,

Die Brände meiner Seelenwunden mit.
Zu lange schien mich Satan zu verdammen.
Nun lieb mich, Himmel, weil ich Höllen litt!

Aus: Der ewige Tag. Gedichte. Hrsg. von der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Levy, Berlin, 1935

Arthur Silbergleit, geboren am 26. Mai 1881 in Gleiwitz in Oberschlesien; wurde am 13. März 1943 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo er noch im gleichen Monat starb.

"Silbergleit ist ein Dichter, der am Webstuhl der Natur sitzt, in dem Göttliches noch ursprünglich wirkt. Er kommt vom Religiösen her, alles in ihm, an ihm ist stark und tief von Gläubigkeit durchglüht. In seinen Werken verknüpfen sich Stoff und Idee, Welt und Geist, verbinden sich Wissenschaft und Dichtung. Arthur Silbergleit kann selbst in seinen weltlichen Werken nicht verleugnen, dass er ein Spross seiner Litauischen Ahnen ist, die als Priester in den Zelten Israels heimisch waren."

Max Tau (1897 - 1976), deutsch-norwegischer Schriftsteller.

"Die Benennung Sänger trifft auf Silbergleit vorzüglich zu, auf die Geschmeidigkeit und Beherrschung des Reims, auf die innere Regentschaft über Klang und Reim, auf die sorgfältige Vokalisierung, auf den bel canto, der jede lyrische Empfindung begleitet."

Max Hochdorf (1880 - 1948)

„Berühmt“ ist mir als origineller Ausspruch des längst vergessenen Lyrikers Arthur Silbergleit in Erinnerung geblieben: „Berühmt sind wir alle einmal.“ Wie richtig, wie goldrichtig ist das! Zum Abgewöhnen richtig!

Oskar Maria Graf (1894 - 1967)

Das Bild ist von der 2017 verstorbenen Fredelsloher Künstlerin Andrea Rausch